Gegenüber deutschen Universitäten und Hochschulen offeriert die Lessing Hochschule zu Berlin ab dem Wintersemester 2023 / 2024 deren Mitwirkung an Bildungsangeboten, die die Curricula derselben als Studium generale ergänzen können. Im Konkreten wird im über eine Zusammenarbeit zwischen der Lessing Hochschule zu Berlin und der staatlichen Technischen Universität Bergakademie Freiberg gesprochen werden. Für diese Kooperation stehen folgende Bildungsangebote bereit.
Bildung ist die Antwort. So könnte der Titel eines grundlegenden Einführungsvortrages lauten. Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Bildung“ und weshalb ist gerade „Bildung“ heute, im vis a vis nahezu sämtlicher moderner Krisenerscheinungen und zeitaktuellen Verlegenheiten konkurrenzlos wichtig? In unüberbietbarer Eindringlichkeit die Not unserer Zeit und zugleich ihre Therapie benennend, formuliert Hartmut von Hentig , der der Lessing Hochschule zu Berlin Verbundene: „Die Antwort auf unsere behauptete der tatsächliche Orientierungskrise ist Bildung – nicht Wissenschaft, nicht Information, nicht moralische Aufrüstung, nicht der Ordnungsstaat, nicht ein Mehr an Selbsterfahrung und Gruppendynamik, nicht die angestrengte Suche nach Identität.“
Willkommen Begrüßung durch den Rektor der Lessing Hochschule, Prof. Dr. Bernd Guggenberger...
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Read MoreWir bieten ein breitgefächertes Spektrum an Kursen, und Semester füllende Lehrgänge an. Unser Ziel ist das sich Jeder unserer Schüler wohlfühlt und seine individuellen interessen gefördert werden.
Ein einschneidender Alleinstellungsmerkmal unserer Schule ist der Erwerb von Hörerkarten mit den man jederzeit an den mit der Karte verbundenen Lesungen teilnehmen kann.
Unsere Tutoren, Dotzenten, Studenten sowie die zu lernenden und lehrenenden Inhalte haben eins gemeinsam. Sie sind alle gleichermaßen unterschiedlich. Wir legen großen Wert auf Diversität
»Der wahre Zweck des Menschen – nicht der, welchen die wechselnde Neigung, sondern welchen die ewig unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt – ist die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen«
– Wilhelm von Humboldt
Unserem Bildungswesen fehlen in der Tat Einrichtungen auf Universitätsniveau, die – „unabhängig von der Universität oder doch nur in losem Verbande mit ihr“ – eine ganzheitlich-synthetische Bildung anstreben und ein dialogisches und interaktives wissenschaftliches Studium jenseits von Fächergrenzen anbieten und pflegen.
Ein solches, die Vielfalt, Dezentralität und Humanität des Denkens und Handelns erst ermöglichendes Bildungsangebot ist um so wichtiger, je einseitiger Produktion und Verwertung von – möglichst patentierbaren – Wissensgütern in der Entwicklung des allgemeinen Hochschulwesens betont und belohnt werden.
Unser Bildungswesen selbst muß dringend auf den Prüfstand öffentlicher Diskurse. Bildung ist kein privates Gut – sie wird es auch dadurch nicht, dass sie privat finanziert und organisiert wird. Das Schicksal des Bildungswesens betrifft uns alle.
Die Lessing-Hochschule versteht sich als ein öffentliches Forum, das mehr und mehr von der privaten Initiative wacher, verantwortungsbewusster und deshalb „höchstgebildeter“ Bürgerinnen und Bürger getragen wird die das Ihre dazutun, den Druck der Öffentlichkeit groß genug werden zu lassen, um auch die Politik beim Umsteuern im Bildungswesen angemessen zu beteiligen.
Vor genau 100 Jahren erschien das erste Vorlesungsverzeichnis der Lessing-Hochschule. Das wollen wir gemeinsam feiern. Zugleich werden wir Schritt für Schritt die Lessing-Hochschule als öffentliches Forum behutsam und umsichtig aufbauen. Diesen Aufbau begleiten erste neue „propädeutische“ Studienangebote, aber auch jene Kurse und Veranstaltungsreihen, die das traditionelle, anspruchsvolle Lehrangebot weiter pflegen.
Wir wünschen allen Studierenden und Förderern unserer „Bildungshochschule“ (Max Scheler), dass sie sich bei uns wohlfühlen, weil sie sich einer wichtigen – vielleicht der wichtigsten – demokratischen Herausforderung stellen.
Gemeinsames Lernen – gemeinsames lebenslanges Lernen – in komplexen wissenschaftlichen und moralischen Fragen ist das Gebot der Stunde.
Die Lessing-Hochschule ist ein ganz besonderer Ort für ein solches gemeinsames Lernen, ein Ort der „höchsten“ Bildung, will sagen: ein Ort des gemeinsamen und unabhängigen wissenschaftlich gestützten und ethisch reflektierenden Lernens angesichts komplexer Herausforderungen in Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
In der Lessing-Hochschule sollen sich vor allem jene engagierten Persönlichkeiten begegnen können, die sich in besonderer Weise um das Wohl und Wehe des Gemeinwesens sorgen. Die wissen, dass ihre eigene Entwicklung und ihre Erfolge und die Entwicklung und Erfolge des Gemeinwesens in Kreislaufprozessen langfristig miteinander verbunden sind. Die sich im überschaubaren kommunalen Umfeld ebenso beratend und meinungsbildend einsetzen, wie sie sich über geeignete Medien in über- und internationale Reformdiskussionen einschalten. Die sich persönlich vor allem für Reformen und Weiterentwicklungen in Kultur, Wirtschaft und Politik einsetzen (möchten). Die bereit sind, sogar eigene Ressourcen – Zeit und Geld – bereitzustellen, wenn sie eine geeignete Plattform wie die Lessing-Hochschule finden, um den öffentlichen Dialog – beispielsweise über das Gesundheitssystem, das Bildungssystem oder den Arbeitsmarkt – so stark mit zu beeinflussen, dass auch die einsichtigen und reformwilligen Politiker für Reformbeschlüsse mit Mehrheiten in den Parlamenten rechnen können.
Den starken, die politische Meinungsbildung dominierenden Interessengruppen fehlen in der Regel heute noch die in ihrer Wirkung auf die Politik gleich starken oder noch stärkeren breiten öffentlichen Diskurse, in die sie sich mit ihren Argumenten hineinbegeben müssen. Erst die kritischen und kreativen Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern von – legitimen – Partikularinteressen einerseits und den in anspruchsvollen öffentlichen Meinungsbildungsprozessen zum Ausdruck kommenden Interessen des Gemeinwesens andererseits lassen hoffen, dass tragfähige Konsensbildungen in der Bewältigung auch sehr komplexer Fragen wie der drei beispielhaft genannten in Zukunft möglich und immer wahrscheinlicher werden.
Unsere Zukunft – im lokalen, regionalen und globalen Kontext – wird wesentlich davon abhängen, dass sich Plattformen und Foren wie die Lessing-Hochschule für intelligente und glaubwürdige öffentliche Diskurse bilden können.
Damit dies möglich wird, haben sich in den letzten Wochen und Monaten Einzelpersönlichkeiten mit großer beruflicher Erfahrung in der Industrie, in der Bankenwelt, im Rechtsbereich, in Politik, Wissenschaft und Bildung für das weitere Schicksal der Lessing-Hochschule verantwortlich eingesetzt.
Sie haben sich nicht zuletzt zusammengetan, um eine „Stiftung Lessing-Hochschule zu Berlin“ als neue Trägerin für die Lessing-Hochschule errichten zu helfen. Sie wenden sich eindringlich an die Leserinnen und Leser dieses Vorlesungsverzeichnisses, sie im Zusammenhang mit der Errichtung dieser Stiftung durch Zustiftungen oder Spenden zu unterstützen. (Interessenten können eingehendere Informationen über das Sekretariat der Hochschule erhalten.)
Neben dem Reformmanagement für die Lessing-Hochschule, das im Moment im Vordergrund aller unserer Bemühungen steht, haben wir wieder ein kleines Veranstaltungsprogramm entwickelt, das neue und vertraute Elemente miteinander verbindet.
Die Lessing-Hochschule zu Berlin, im Jahr 1901 gegründet, hatte und hat „die Pflege aller auf Kunst und Wissenschaft bezüglichen Bestrebungen“ auf ihre Fahne geschrieben.
Die Lessing-Hochschule zu Berlin würdigt hundert Jahre später diese außergewöhnliche Bildungsleistung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, die nach und nach die führenden Persönlichkeiten des damaligen geistigen Lebens im deutschsprachigen Raum wie Alfred Adler, Albert Einstein, Romano Guardini, Carl Gustav Jung, Thomas Mann, Hans Pfitzner, Max Scheler, Werner Sombart, Gustav Stresemann, Paul Tillich oder Heinrich Wölfflin und viele andere als Dozenten und Mitarbeiter gewinnen konnte. Dank der Mitwirkung solcher Persönlichkeiten erwuchs der Lessing-Hochschule über Berlin hinaus eine einzigartige Stellung in der deutschen Bildungslandschaft – und das Renommee einer „Bildungshochschule, wo junge und ältere Menschen aller Stände die bedeutendsten Synthetiker der Berliner und anderer Universitäten hören konnten“ (Max Scheler).
Namhafte Vertreter des staatlichen, politischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Lebens der Zeit – darunter Benedetto Croce, Max Reinhardt oder George Bernard Shaw – beglaubigten mit ihrem Einsatz den ungewöhnlichen Ruf und die seltene Offenheit dieser Bildungsinitiative.
Die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland machte jedoch alle weiteren Zukunftspläne zunichte.
Mit der Wiedereröffnung 1964 durch Willy Brandt wurden den Bürgern Berlins erneut wissenschaftliche Studienkurse zum Verständnis einer sich rapide wandelnden Welt in Natur- und Geisteswissenschaft und in Forschung und Kunstschaffen geboten.
Wie in den demokratischen Zwischenkriegsjahren zählt die Lessing-Hochschule auch heute die wissenschaftliche und allgemeinverständliche Aufarbeitung aktueller Fragestellungen innerhalb einer interdisziplinär angelegten Wissenschaftskommunikation zu den wichtigsten Aufgaben einer kritischen Zeitbegleitung. Sie will der Ort sein für reflexive gesellschaftliche Auseinandersetzung und prononcierte Einmischung. Dazu gehören ausdrücklich alle Fragestellungen zur „alternden Gesellschaft“ und ihren Folgen für die demokratische Gesellschaftsentwicklung in unserer wandlungsaktiven Umbruchzeit.
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